Neue ANGESCHLITZTE (Pre-cut) Septen für HPLC Anwendungen




In der HPLC werden häufig geschlitzte oder kreuzgeschlitzte Silicon/PTFE Septen verwendet, um eine Penetrationshilfe für die relativ dicken und stumpfen Nadeln zu geben, die bei den HPLC Instrumenten vorherrschen. Während die Instrumentennadel ein geschlitztes Septum erfordert, wächst für den Anwender die Gefahr von Konzentrationsschwankungen durch Verflüchtigung von Lösungsmitteln.


Dieses Risiko steigt mit zunehmender Volatilität des verwendeten Lösungsmittels und besonders in Fällen von z.B. Hexan kann dieses Problem in nicht reproduzierbaren Analysenergebnissen enden. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass das flüchtige Lösungsmittel etwas aus dem Trägermaterial des Septums (d.h. hauptsächlich etwas aus dem Silicon) extrahiert, da bei geschlitzten bzw. kreuzgeschlitzten Dichtscheiben die chemisch resistente PTFE Laminierung genauso durchgeschlitzt ist wie die darüber liegende Siliconschicht. In diesem Sinne sind zwei Gefahren (Konzentrationsschwankungen und Kontamination durch Extraktion) mit geschlitzten Septen verbunden, die große Wirkung auf die Richtigkeit der Analyse haben, selbst wenn die Nadeln diese unabdingbar machen.

Um diese Risiken zu vermeiden, hat La-Pha-Pack® sogenannte angeschlitzte Septen entwickelt. Bei diesen wird lediglich das Silicon Trägermaterial in Y-Form durchschnitten, während die PTFE Laminierung unverletzt bleibt. Da die Siliconschicht etwa 95 Prozent an der Gesamtdicke einer Dichtscheibe ausmacht, kann die Nadel den Großteil der Septendicke leicht durch den Y-Schlitz penetrieren. Nur die 0,05mm dicke PTFE Laminierung, die nicht durchgeschlitzt wurde, muss noch von der HPLC Nadel durchstochen werden, jedoch ist dies selbst für diese Nadeln unproblematisch. Die unverletzte PTFE-Schicht gewährt der Probe einen 100-prozentigen Schutz hinsichtlich möglicher Kontaminationen bis zu dem Zeitpunkt, wenn die Nadel diese durchsticht, um die Probe zu entnehmen. Die Y-Form wurde deshalb gewählt, um der Nadel eine möglichst große Auftrefffläche für die Penetration zu bieten, selbst wenn diese nicht zentrisch einfährt. Darüber hinaus erlaubt die Y-Form der Anschlitzung einen besseren Nachfluss von Luft während der Probenaufnahme, um ein Vakuum in der Flasche zu vermeiden.

Hier nochmal die wichtigsten Vorteile zusammengefasst:

  • Lediglich das Trägermaterial Silicon ist durchgeschlitzt, während die PTFE-Laminierung unverletzt bleibt
  • Vermeidung von Konzentrationsschwankungen aufgrund von Lösungsmittelverlusten (100 prozentige Probenintegrität)
  • Vermeidung von Kontaminationen aufgrund von Extraktion
  • Penetrationshilfe für dicke und stumpfe HPLC Nadeln
  • Y-Schlitz bietet eine möglichst große Auftrefffläche für die Penetration
  • Vermeidung eines Vakuums in der Flasche während der Probenaufnahme aufgrund eines besseren Luftnachflusses