Feingewinde - Headspaceflaschen jetzt auch für den Einsatz auf PerkinElmer Turbomatrix Autosamplern



Bisher wurden Feingewindeflaschen vornehmlich auf Geräten mit magnetischem Transportmechanismus verwendet. Grund hierfür waren die schwer zu verbördelnden magnetischen Bördelkappen, die ein bequemeres und in der Handhabung sicheres Verschlusssystem erforderlich machten. Allerdings geht mit dem Verbördelungsprozess grundsätzlich das Risiko fehlerhafter und nicht gleichartig verschlossener Flaschen einher, was wiederum zu nicht reproduzierbaren Analysenergebnissen führen kann. Dies liegt zum einen an einem unterschiedlichen Verständnis dafür, wie eine korrekt verbördelte Flasche aussehen sollte, zum anderen aber auch an Beschaffenheit und Zustand der verwendeten Verschließzange (Verstellbarkeit Bördeldruck, Verstellbarkeit Bördelhöhe, Alter und Abnutzungsgrad, etc.). Darüber hinaus ist gerade im Headspace Bereich die Justierung einer Verschließzange je nach Design und Dicke des Bördelrandes der Flasche (abgeschrägter Headspace-Rand / flacher DIN-Rollrand) bzw. je nach Septendicke nicht immer leicht, da Bördeldruck als auch Bördelhöhe genau aufeinander abgestimmt werden müssen.

Um diese Schwierigkeiten und Risiken auszuschließen, möchten immer mehr Instrumentenhersteller den Verschließvorgang der Probenflasche und die damit verbundene Dichtigkeit sicherer und reproduzierbarer gestalten. PerkinElmer hat nunmehr auch für alle TurboMatrix 16, 40 und 110 Autosampler, die nach dem 01.09.2006 gebaut wurden, die Feingewindeflaschen in ihr Lieferprogramm aufgenommen. Damit bieten nunmehr fast alle gängigen Headspace Autosampler (Agilent, CTC, Gerstel, PerkinElmer, Shimadzu, Varian) die Möglichkeit, diese universell für Headspace + SPME einsetzbaren Flaschen zu nutzen. Ein weiterer Vorteil sind die im Vergleich zu den Bördelkappen dünneren Dichtscheiben, die leichter und Nadel schonender zu penetrieren sind.

Angeschlitzte (Pre-cut) Septen für die SPME

Mit der Technologie des Anschlitzens von Septen kann besonders der SPME Phase weitere Sicherheit geboten werden. Bei diesen Dichtscheiben wird lediglich das Silicon Trägermaterial sternförmig durchschnitten, während die PTFE Laminierung unverletzt bleibt. Da die Siliconschicht etwa 95 Prozent der Gesamtdicke einer Dichtscheibe ausmacht, kann die Nadel den Großteil der Septendicke leicht durch den sternförmigen Schlitz penetrieren. Die intakte PTFE Laminierung gewährleistet 100 prozentige Probenintegrität und verhindert jegliche Kontamination aus dem Silikonmaterial. Neben der Penetrationshilfe aufgrund des angeschlitzten (pre-cut) Septums, ist die Fragmentation während des Penetrationsprozesses auf ein Minimum reduziert, was im Bereich der SPME äußerst wichtig ist. Die Sternform beim Anschlitzen wurde gewählt, um der Nadel eine möglichst große Auftrefffläche für die Penetration zu bieten und den Septenteilstücken ausreichend Raum zum Auseinanderfalten zu geben. Die Metallschraubkappen können mit einem entsprechenden temperaturbeständigen Septum selbst bei hohen Temperaturen verwendet werden und ziehen das Septum aufgrund der Vielzahl ihrer Gewindegänge fest an den Glasrand. Geschlossene Schraubkappen zur Probenaufbewahrung sowie Ersatzsepten sind neu bei La-Pha-Pack® im Lieferprogramm.

Hier noch einmal die wichtigsten Vorteile zusammengefasst:

  • Reproduzierbare Analyseergebnisse ohne die Unwägbarkeiten von fehlerhaften/unzureichend verbördelten Flaschen

  • Universell einsetzbar für Headspace und SPME

  • Getestet im Hinblick auf Dichtigkeit, Penetration und magnetischer Transportfähigkeit

  • Proben können vor Ort bereits in das spätere Analysegefäß eingebracht werden; damit entfällt ein späterer Probentransfer im Labor

  • Wesentlich bequemere Verschlusstechnik, keine zusätzlichen Bördelwerkzeuge notwendig

  • Einfache Trennung von Flasche und Verschluss nach der Analyse

  • Sichere Penetration und bessere Abdichtung als mit Bördelverschlüssen

  • 100 prozentige Probenintegrität des Pre-cut Feingewindeverschlusses, bis das Septum durchstochen wurde

  • Stern-Schlitz bietet der empfindlichen SPME-Nadel eine möglichst große Auftrefffläche für die Penetration und den Septenteilstücken ausreichend Raum zum Auseinanderfalten

  • Geringe Fragmentation; ein wichtiger Faktor in der SPME